Die Aufgaben der Kommission

Mit der Einrichtung der befristeten Senatskommission für Erdsystemforschung hat der Senat der DFG eine zentrale Instanz zur Koordination der vielzähligen Fachdisziplinen innerhalb der Erdsystemforschung geschaffen. Die Aufgaben der Kommission, die über eine interdisziplinäre Kompetenz verfügt, sind:

  1. Beratung der Gremien der DFG in fachlichen Fragen der Erdsystemforschung.
  2. Kritische Analyse und Begleitung kontrovers diskutierter Forschungsthemen (z.B. Endlagerung, Fracking, Geoengineering). Unterstützung der strategischen Arbeit der relevanten Fachkollegien und des Deutschen Komitees für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth (dkn-future-earth.org).
  3. Beratung der Gremien der DFG in Fragen der für die Erdsystemforschung erforderlichen Forschungsinfrastrukturen. Empfehlungen zur Modernisierung der Hilfseinrichtungen Forschungsschiffe und -flugzeuge. Unterstützung der wissenschaftlichen Beiräte der Hilfseinrichtungen. Verbindungsstelle für das „Gutachterpanel Forschungsschiffe“ der DFG und des BMBF. Formulierung des Bedarfs an Großgeräten und Förderung der effizienten Nutzung sowie Entwicklung gemeinsamer Infrastruktur-/Technologie-Plattformen, z.B. im Rahmen des German Scientific Earth Probing Consortium (GESEP e.V., gesep.de). Sicherstellen, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten guten Zugang zu den Forschungsinfrastrukturen haben.
  4. Weiterentwicklung der deutschen Beteiligung an internationalen erdwissenschaftlichen Forschungsprogrammen, z.B. Integrated Ocean Discovery Program (IODP, http://iodp.org/), International Continental Scientific Drilling Program (ICDP, http://www.icdp-online.org/home/), insbesondere Formulierung der Ziele und Einbindung des deutschen IODP in das European Consortium for Ocean Research Drilling (ECORD, http://www.ecord.org/). Ernennung von Koordinatoren und Mitgliedern der internationalen Panels. Vertretung in internationalen Organisationen, z.B. Scientific Committee of Ocean Research (SCOR, http://www.scor-int.org/). Für die DFG Übernahme der Aufgaben eines Landesauschusses: Vorschlag für deutsche Delegierte und Stellungnahmen zur Einrichtungen von Arbeitsgruppen.
  5. Erstellung und kontinuierliche Fortschreibung einer Forschungsagenda für die Erdsystemforschung mittels Strategieschriften unter besonderer Berücksichtigung der universitären Grundlagenforschung. Dazu Analyse der strukturellen Stärken und Schwächen sowie der Perspektiven der deutschen Erdsystemforschung im internationalen Rahmen und darauf aufbauend die Ableitung entsprechender Handlungsempfehlungen. Unterstützung der interdisziplinären Forschung und Interaktion mit Nachbardisziplinen. Beitrag zur Stärkung der grundlegenden geowissenschaftlichen Expertise in Deutschland.
  6. Förderung der Zusammenarbeit und Abstimmung mit den themennahen außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft, z.B. mit dem Schwerpunkt „Erde und Umwelt“ der Helmholtz Gemeinschaft.
  7. Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch Einbindung von Nachwuchswissenschaftlern/innen als Kommissionsmitglieder und Durchführung von Rundgesprächen bzw. Expertenrunden zu vom Nachwuchs vorgeschlagenen Themen.
  8. Begleitung der vom BMBF getragenen geowissenschaftlichen Programme wie z.B. Geo:N (www.fona.de/de/geoforschung-19761.html) und Mare:N (www.fona.de/de/kuesten-meeres-und-polarforschung-19764.html) und Initiierung neuer Programme. Schnittstelle zum BMBF und anderen Ministerien.
  9. Ansprechpartner für den Dachverband der geowissenschaftlichen Fachgesellschaften (DVGeo) und weiterer Fachgesellschaften.